E-Zigaretten: Vom Raucher zum Dampfer – Es funktioniert tatsächlich

Sie sind vorbei, meine Zeiten als qualmender Workaholic. Heute steigt duftender Dampf über mein Haupt, während ich entspannt an meinem Rechner sitze. Sehr lange Zeit habe ich mit dem Gedanken gespielt, es einfach auszuprobieren und dem Verdampfer eine Chance zu geben. Ich habe es nicht bereut, ganz im Gegenteil. Hier möchte ich meine persönlichen Erfahrungen mit der E-Zigarette teilen und ganz stolz verkünden, dass es tatsächlich funktioniert. Und zwar so dermaßen gut, dass ich selbst sehr erstaunt darüber bin. Hätte ich doch niemals gedacht, dass es so leicht wäre das Rauchen aufzugeben.

Die Diskussionen rund um das Thema „Dampfen“ sind ja seit einiger Zeit in vollem Gange. Dampfende Genießer liefern sich einen heftigen Streit mit der „Tabak-Lobby“ und diversen Medien. Ist denn nun das Dampfen gesünder als das Rauchen? Sind Zigaretten pures Gift im Vergleich zum flüssigen Gold? So wirklich sicher, ist sich im Endeffekt niemand. Es entwickelt sich dennoch immer mehr ein Trend, weit weg vom Rauchen der Zigarette, hin zum Dampfen von Liquids in verschiedensten Geschmäckern. Dazu wächst die Branche der E-Zigaretten sehr schnell und es entsteht ein sehr lukrativer Markt. Dieses Wachstum bringt etwas Positives mit sich: Die Entwicklung moderner Geräte, die immer effizienter, haltbarer und günstiger werden. Unterm Strich spart man sich eine riesige Menge Geld und fördert das körperliche Wohlbefinden.

Als ich mir vor drei Monaten meine erste, kleine E-Zigarette aus einem Discounter mitnahm, war ich zunächst etwas enttäuscht. Das spontane Mitbringsel versprach zwar viel, jedoch war die Effizienz eher mager. Dennoch war ich auf der anderen Seite auch sehr begeistert. Aber zunächst zurück zu meinem „Shopping-Ausflug“.

Es war ein schneller Einkauf, kurz vor Ladenschluss. Ich wollte noch ein paar Kleinigkeiten besorgen und habe dazu einen örtlichen Discounter gestürmt. Auf dem Weg zur Kühltheke fiel mir sofort das Regal mit den wöchentlichen Angeboten ins Auge. Da lag sie nun, die erste E-Zigarette, die ich in einem Discounter angetroffen hatte. Eine kleine „VIVO“ E-Zigarette mit USB-Ladeadapter für kleine 14,99 EUR. Daneben ein paar Liquids mit Menthol- und auch Tabak-Geschmack (2x10ml für günstige 4,99 EUR). Auch Einweg-E-Zigaretten gab es. Allerdings hatte ich die Monate zuvor schon viel negatives Feedback über diese Einweg-Dampfer gelesen. Da ich ja schon längere Zeit mit dem Gedanken spielte, mich selbst von den positiven und auch negativen Eigenschaften des Dampfens zu überzeugen, fiel mir die Entscheidung sehr leicht. Ich nahm sie also mit, die kleine „VIVO“ und konnte den Heimweg kaum erwarten.

Auf dem Rückweg hatte ich noch genüsslich meine Zigarillos geraucht. Ich kann mich erinnern, wie ich noch kurz vor dem Übertreten der heimlichen Türschwelle, ein paar Male kräftig husten musste. Angekommen, musste natürlich sofort das „große“ Auspacken starten. Ich konnte es kaum erwarten, zum ersten Mal an einer E-Zigarette zu ziehen. Ja, wie ein kleines Kind an Weihnachten, machte ich mich an die kleine „VIVO“, packte sie aus und bereitete sie für das genüssliche Dampfen vor. Ein wenig Liquid in den Tank, den stiftförmigen Akku an den USB-Lader geschraubt und schon begann das ungeduldige Warten. Schließlich wollte ich den Akku zunächst vollständig laden, um mit voller Kraft dampfen zu können. Nach einer guten Stunde blinkte mich das neue Familienmitglied an und vermittelte so, dass wohl der Akku seine volle Kapazität erreicht hatte.

Während der Wartezeit gönnte ich mir noch einen Glimmstängel, ohne dabei zu wissen, dass es wohl der Letzte sein würde. Ich hatte ja die ganze Zeit über im Hinterkopf, dass es wahrscheinlich ohnehin beim Qualmen bleiben würde. Jeder der mich kennt weiß, dass ich ein sehr starker Raucher war. So stark, dass ich mir über Jahre hinweg angewöhnt hatte, Zigarillos auf Lunge zu rauchen, da diese weit stärker waren als Zigaretten. So kam ich mit etwa 1-2 Schachteln (je 20 Stück) über den Tag. Wären es Zigaretten gewesen, hätten sicherlich erst drei Schachteln den Bedarf decken können.

Mein „erstes Mal“ mit einer E-Zigarette

Ich hatte also zum ersten Mal eine E-Zigarette in der Hand, drückte den „Auslöser“, hörte ein leichtes Knistern und zog langsam und misstrauisch am silbernen Stift. Da zunächst recht wenig Dampf aus der kleinen „VIVO“ kam, zog ich noch ein paar weitere Male daran. Es wurde mit jedem Zug etwas mehr Dampf, jedoch war es etwas ungewohnt, gar unangenehm. Ich begab mich an den Schreibtisch, durchforstete das Netz nach Neuigkeiten und vergaß immer mehr die Zeit. Zwischendurch lächelte mich die E-Zigarette immer wieder an. Als ich nach einigen Stunden den Weg in mein kaltes „Single-Nerd-Bett“ suchte, fiel mir auf, dass ich während der ganzen Zeit keine einzige Kippe mehr im Mund hatte. Eine wollte ich mir dann aber noch gönnen, bevor ich mich anschließend ins Land der Träume begab.  

Man mag es kaum glauben, aber bereits dieser eine Glimmstängel hat mir nicht mehr so sehr „geschmeckt“, wie es zuvor immer war. Ich hatte schon nach den ersten Stunden mit der E-Zigarette, kein Verlangen mehr nach dem üblichen Qualmen. Und dies zog sich schon am nächsten Tag – wie aus Geisterhand – fort. Ich war überwältigt, als ich die Tage darauf neben Rauchern saß, aber mich der Rauch absolut nicht anmachen konnte. Ich blieb bei meiner kleinen „VIVO“ und genoss den aufsteigenden Dampf, der nicht nur das Verlangen nach Nikotin stillen konnte, sondern gleichzeitig auch eine beruhigende Wirkung hatte, ähnlich wie es beim Rauchen einer Pfeife ist.

Der erste Rückfall – Alles für die Katz? Nein!

Nach etwa drei Wochen gab es dann einen kurzzeitigen Rückfall, der aber nicht mit meinem Verlangen nach Zigaretten, sondern vielmehr mit der Kapazität des Akkus und des Tanks meiner „VIVO“ zusammenhing. Ich war am Wochenende unterwegs und musste dabei feststellen, dass so ein kleiner Akku nicht unbedingt lange hält. Auch das Liquid war nicht wirklich ausreichend, um eine längere Partynacht zu überstehen. Ich hatte also das Vergnügen, mich die restliche Nacht mit Zigaretten zu „ernähren“, was aber nicht wirklich schlimm war. Denn bereits in dieser Nacht wurde mir klar, dass es mit der Raucherei wohl vorbei sein würde. Mir schmeckten die Zigaretten absolut nicht mehr, vielmehr widerten sie mich an. Ich brauchte lediglich das Nikotin, jedoch weniger davon, als es zuvor viele Jahre lang war.

Als das Wochenende vorüber war, begann ich damit, mir im Netz eine Alternative zur kleinen „VIVO“ zu suchen. Es sollte eine E-Zigarette mit starkem Akku und großem Tank sein. Vielleicht auch hier und da ein paar technische Spielereien (ich bin eben ein Nerd). Die Auswahl war dabei wirklich sehr groß, jedoch habe ich mich schnell in einen neuen Wegbegleiter verliebt (ja, als Single geht das ganz fix). Eine „eVic-VT“ vom Hersteller „Joyetech“ sollte es sein. Ein starker Akku, riesiger Tank, schönes Design und (das Beste) elektronische Spielereien. Die Möglichkeiten bei diesem Gerät sind sehr attraktiv. Man kann die Temperatur des Dampfes, die Wattzahlen und andere Einstellungen individuell festlegen. Dazu eine Anzeige des Ladezustands, der bisherigen Züge und der Zeit, die man mit dem Dampfen an diesem Gerät verbringt. Ein nettes Spielzeug, welches ich mir natürlich sofort unter den Nagel reißen wollte. Da ich es grundsätzlich vorziehe, meine Anschaffungen in örtlichen Geschäften zu besorgen, fuhr ich nach München und besuchte ein Geschäft für E-Zigaretten. Und da war er nun, mein neuer und treuer Partner – meine eVic-VT. Ein geniales Gerät mit super Leistung, sehr gut verarbeitet und im Grunde recht günstig. Mit einer Akkuladung komme ich locker über den Tag, wenn nicht sogar über zwei oder drei Tage. Auch das Dampfen mit diesem Gerät, ist im Vergleich mit der billigen „Discounter-Dampfe“ ein wahrliches Erlebnis. Man kann entspannt und gleichmäßig daran ziehen, denn die Dampfentwicklung ist sehr gut und das Kratzen im Hals wird minimiert. Durch das Regeln der Temperatur kann man auch den Geschmack des Liquids beeinflussen. Hier muss man einfach ein wenig damit spielen und die für sich besten Werte ermitteln.


Über 150 Euro Ersparnis jeden Monat

Da Liquids hier in der Umgebung eher Mangelware sind und dafür aber die Preise teilweise schon eine Frechheit, habe ich einige Zeit nach einem passenden Lieferanten dafür gesucht. Zuvor habe ich mir mein Liquid immer in Tabak-Läden gekauft, wo man für 10ml stolze 7 Euro hinlegen musste und auch heute noch muss. Online geht es dann schon weit günstiger. Dass dies oft ein Weltenunterschied ist, dürfte klar sein. Über das Netz konnte ich also über 55 Euro bei meiner Monatsration sparen. Macht man einen direkten Vergleich zwischen dem Dampfen und dem üblichen Rauchen, kommt man also auf ein deutliches  Ersparnis. Die meisten Raucher verheizen etwa eine Schachtel Zigaretten am Tag, was ungefähr 6 Euro täglich, also 180 Euro im Monat entspricht. Das Liquid liegt dagegen bei etwa 30 Euro im Monat. Hinzu kommen hin und wieder Ersatzteile für die E-Zigarette, wofür man auf den Monat gerechnet vielleicht 5 Euro einkalkulieren kann. Insgesamt spart man sich mit den Liquids alleine also gut 150 Euro im Monat. Da sind die ersten Ausgaben für eine anständige E-Zigarette, gleich wieder drin. Günstiges Liquid mit gutem Geschmack und super Dampfentwicklung gibt es übrigens neuerdings bei "Lion Liquids". Das Liquid wird in Deutschland hergestellt, abgefüllt und verschickt.

Oben hatte ich bereits erwähnt, dass man durch das Dampfen auch sein körperliches Wohlbefinden steigern kann. Bei mir persönlich ist das definitiv der Fall. Ich huste nur noch, wenn ich erkältet oder zu gierig beim Essen bin. Zudem fühle ich mich gesünder, bringe im Sport mehr Leistung und kann besser durchatmen als zuvor. Ich rieche wieder feinste Düfte, schmecke mehr von meinem Essen und genieße auch die saubere und gut riechende Umgebung. Ich bin nun tatsächlich rauchfrei und habe absolut kein Verlangen mehr nach Glimmstängeln jeglicher Art.  

Eine feine Sache, die ich wirklich nur empfehlen kann.

In diesem Sinne,
Cheers!

Kommentare  

0 #2 Markus 2016-03-03 11:59
Hey Heiko,
Ja besonders von den Mengen an Geld die man spart bin ich immer wieder völlig begeistert...
Be mir war es aber der Gesundheitsaspekt der mich wirklich davon weggebracht hat. Ich habe lange Zeit Kette geraucht. und eben auch den stärksten Kram den es so gibt. Die filterlosen
Roth-Händle
und den Schwarzer Krauser Drehtabak ... Irgendwann war es dann so schlimm, dass ich vor der Tür eine geraucht habe und mich danach hinsetzen musste weil ich nur vom Rauchen so außer atem war... Das war dann wohl der Weckruf und ich bin kurz danach umgestiegen. Hab es nie bereut!
Viele Grüße
Marcus
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0 #1 Kurbelursel 2015-10-13 01:43
Hallo Heiko Frenzel,

weil mir diese Umstiegsgeschichte so gut gefällt, habe ich sie heute zum 32. #DampfDiDay empfohlen. Sie deckt inhaltlich im Grunde schon alles ab, worauf es beim Dampfen besonders ankommt und sie ist prima geschrieben.
Weiterhin viel Spaß am Dampfen

Kurbelursel
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